Die alte Hansestadt Tartu ist mit etwa 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Estlands. Die im Jahr 1632 gegründete Universität verleiht Tartu ihr besonderes Flair. Tartu gilt als idealer Ort der Begegnung für Gelehrte. K.E. von Baer, W. Struwe und viele andere renommierte Wissenschaftler haben hier geforscht und gelehrt. Das historische Tartu vereint Gebäude aus zwei unterschiedlichen Perioden: die gotischen Kirchen und Teile der alten Befestigungen verleihen der Innenstadt eine mittelalterliche Note, während der andere Teil des historischen Ortskerns im 19. Jahrhundert mit der Wiedereröffnung der Universität errichtet wurde. Aus dieser Zeit stammt auch der Spitzname Tartus, das„estnische Athen“ am Emajõgi-Fluss. Denkmäler und Bauwerke der Stadt haben sich seit dem Bau der Festung, Tartu ist aber stets – durch alle Wirren der Geschichte– seinem Namen als kulturelles und geistiges Zentrum des Landes treu geblieben.