Polen

 

Olsztyn

 
 
 

Burg des Ermländischen Kapitels

 
 
Burg des Ermländischen Kapitels
Kontakt:
ul. Zamkowa 2, Olsztyn

Öffnungszeiten:
in der Saison: 9:00-17:00 Uhr
Mo: geschlossen

Eintritt:
Erwachsene: 6 zł
Senioren: 3,50 zł
Kinder: 3,50 zł 
 
Das Bauwerk:
Die gotische Burg des Ermländischen Kapitels wurde von 1348 – 1397, geschützt durch hohe Festungsmauern und einen Wassergraben, an der Biegung des Flusses Łyna errichtet. Der auf einem rechteckigen Grundriss errichtete Bau bestand ursprünglich lediglich aus einem einzigen Flügel und dem Burghof. Das Hauptgebäude mit dem Säulengang zur Hofseite wurde zwischen 1346 und 1370 errichtet und im Jahr 1397 auf seine heutige Größe erweitert. Der Südostflügel mit dem zylindrischen Turm stammt aus der Zeit zwischen 1370 und 1394. Das System der Außenmauern und zylindrischen Türme wurde um 1400 errichtet. In den darauf folgenden Jahrhunderten wurde die Burg allerdings noch mehrfach aus- und umgebaut. Die Burg diente bis ins Jahr 1772 dem Ermländischen Kapitel als Sitz seiner Hauptverwaltung. Der prominenteste Bewohner der Burg war Nikolaus Kopernikus, der hier von 1516 bis 1521 residierte. Kopernikus benutzte die Burg zur Ausführung seiner astronomischen Beobachtungen. Die Anfertigung der astronomischen Tabelle (auf Gips, 140 x 705 cm) und deren Anbringung über dem Burgtor geht auf seine Anordnung zurück. (Kopernikus nutzte die Tabelle für seine Studien über den Weg der Sonne.) Heutzutage beherbergt die Burg die Sammlungen des Landesmuseums von Ermland-Masuren.
 
 
 

Jakobskirche

 
 
Jakobskirche
Kontakt:
ul. Św. Barbary

Eintritt:
frei
 
Das Bauwerk:
Die bischöfliche Jakobskirche im historischen Ortskern von Olsytzn wurde im Verlauf ihrer wechselhaften Geschichte – dank ihrer unmittelbaren Nähe zur Stadtmauer – oftmals auch zur Verteidigung der Stadt genutzt. Ihr Bau erfolgte in mehreren Phasen von 1380 bis 1445 und wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts abgeschlossen. Die Hallenkirche wurde aus gebrannten Ziegeln mit einem Hauptschiff und zwei Seitenschiffen (ohne separaten Chor) auf einem rechteckigen Grundriss errichtet – eine Form, die sie bis heute beibehalten hat. Die spätgotischen Gewölbe stammen wie der Turm (1562-1596) aus dem späten 16. Jahrhundert. Im Jahr 1721 entwarf Piotr Olszewski Kapellen an beiden Seiten des Turms. Das Kircheninnere ist überwiegend im neogotischen Stil gehalten. Zu den besonderen Kunstschätzen der Kirche gehören ein spätgotisches Triptychon aus dem frühen 16. Jahrhundert (linkes Seitenschiff) und ein weiteres Triptychon von 1553 mit dem Motiv der Kreuzigung (in neogotischem Rahmen; rechtes Seitenschiff). Der Hauptaltar und die Kanzel wurden in neogotischem Stil gestaltet. In der Taufkapelle befindet sich ein Barockgemälde (18. Jahrhundert) der Jungfrau mit der Hl. Katharina von Siena und dem Hl. Dominik. Ursprünglich diente das dem Hl. Jakob (dem Schutzpatron von Olsztyn) geweihte Bauwerk den Bewohnern der Stadt als Pfarrkirche. Später wurde es in den Rang einer bischöflichen Kathedrale erhoben.
 
 
 

Das Hohe Tor und Überreste der Stadtbefestigung

 
 
Das Hohe Tor und Überreste der Stadtbefestigung
Eintritt: 
frei
 
 
Das Bauwerk:
Das gotische Stadttor – ursprünglich das „Obere Tor“ – wurde um das Jahr 1400 herum errichtet. Der Burggraben unter der Zugbrücke wurde erst zu Beginn des 20.Jahrhunderts wieder zugeschüttet. Von den Befestigungsanlagen, die Olsztyn im Mittelalter vor feindlichen Angriffen schützten – Backsteinmauern mit drei Toren: dem Oberen Tor, dem Niederen Tor und dem Mühlentor – sind nur einige wenige Elemente erhalten geblieben. Das Obere Tor (das „Hohe Tor”) wurde mit Blick nach Norden am Ende der Górnastraße errichtet. Am Ende des 15. Jahrhunderts entstand nördlich und östlich der Stadt der zweite, äußere Ring von Mauern. Der durch eine Mauer verstärkte Wassergraben vervollständigte die Befestigungsanlagen der Stadt. Der Verfall dieser Anlagen begann bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Wassergraben am Hohen Tor wurde zwischen 1841 und 1844 trockengelegt. Bereits im Verlauf des 18. Jahrhunderts wurden aus verkehrstechnischen Gründen die ersten Öffnungen der Stadtmauern vorgenommen (in Nähe des Mühlentors). Zwischen 1810 und 1820 rissen die Bürger von Olsztyn die Mauern in Nähe der St. Jakobskirche ein, nachdem das Niedere Tor – im Anschluss an den Einsturz eines seiner Wehrtürme – bereits im Jahr 1806 abgerissen worden war. Insgesamt wurden allein in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mehr als drei Viertel der alten Stadtbefestigung zerstört.
 
 
 

Altes Rathaus

 
 
Altes Rathaus
Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 10:00-18:00 Uhr
Sa: 9:00-14:00 Uhr 

Eintritt: 
frei
 
 
Das Bauwerk:
Der Bau des gotischen Backstein-Rathauses begann wahrscheinlich mehr oder weniger zeitgleich mit der Errichtung der Stadtbefestigung in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Der älteste Flügel des Rathauses mit dem charakteristischen Zierturm (einem schmückenden Ornament aus dem 19. Jahrhundert) entstand um 1380. Nach dem Brand von 1620 wurde dieser Flügel zwischen 1623 und 1624 beidseitig auf seine heutige Größe erweitert. Im Zuge dieses Umbaus geriet der gotische Kern des Gebäudes auch strukturell in dessen Mitte, wie sich z.B. der Form des Spitzbogenfensters in der vorderen Mauer entnehmen lässt. Im Jahr 1849 erhielt die Fassade ihr klassisches Dekor, und zehn Jahre später wurde der Bau des Westflügels abgeschlossen. Im Jahr 1916 verlegte die Stadt den Sitz ihrer Verwaltung in das neue Rathaus. Der Nordflügel stammt aus der Zeit zwischen 1927 und 1928. Seit 1952 beherbergt das Alte Rathaus die Stadtbücherei. Im Zuge der umfangreichen, im Jahr 2003 abgeschlossenen Restaurierung wurde auch die gotische Fassade des ältesten Rathausflügels komplett wieder hergestellt.