Polen

 

Koszalin

 
 
 

Kapelle von St. Gertrude

 
 
Kapelle St. Gertrud
Kontakt:
Modrzejewskiej Str., Koszalin

Öffnungszeiten:
6.00-21.00 Uhr
 
Das Bauwerk:
Die St. Gertruden Kapelle aus dem 14. Jh. liegt zwischen den Straßen Modrzejewskiej und Połczyńska, neben dem Theater. Es ist ein seltenes Beispiel für die Kirchenarchitektur in Pommern. Es ist eine kleine, zentral gelegene, achteckige Kapelle mit für die Gotik charakteristischen Wandverstärkungen in den Ecken. Ein gotischer Bogen und drei Fenster sowie die gotischen Portale füllen die Wände. In den oberen Teilen sind die Wände mit einem Relieffries mit Pflanzenmotiven dekoriert, die das Gebäude umgeben.  Die Kirche ist ein kleiner Backsteinbau mit einem Durchmesser von acht Metern und einer Höhe von sechs Metern.
Die St. Gertruden Kapelle wurde 1383 erbaut. Die außerhalb der Stadt erbaute Kirche hatte ursprünglich die Funktion eines Spitals. Die Kapelle diente auch als Friedhofskapelle. Im Jahr 1735 wurden die Fenster zugemauert, als die Kirche zu einem Munitionsspeicher umfunktioniert wurde. Nur eine kleine Öffnung in der östlichen Wand blieb offen. Nach 1945 wurde die Kapelle als Speicher für das benachbarte Theater genutzt. Sei 1999 dient die St. Gertruden Kapelle der Evangelischen Gemeinde als Gotteshaus.
 
 

Kirche der Heiligen Jungfrau Maria

 
 
Kirche der Heiligen Jungfrau Maria
Kontakt:
Zwyciestwa Str., Koszalin

Öffnungszeiten:
6.00-21.00 Uhr
 
Das Bauwerk: 
Die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis der Heiligen Maria aus dem 14. Jahrhundert liegt südwestlich des Marktplatzes, zwischen den Straßen Laskonogiego und Zwycięstwa. Sie ist das älteste Gebäude der Stadt und wurde im Zeitraum von 1300-1333 erbaut. Die Kathedrale ist dreischiffig mit einem erweiterten Presbyterium. Über den Kirchenschiffen befindet sich ein Giebeldach, unter dem Dach eine schmückende Kuppellaterne. Das gesamte Dach ist mit Kupfer gedeckt. An die Wände schmiegen sich zwei- und dreistufige Vorsätze, die von großen, scharfkantigen gotischen Fenstern begrenzt sind. In einigen der Fenster befinden sich Schmuckelemente. An allen Wänden befinden sich direkt unter dem Dachsims Zifferblätter. Sie stammen aus den Jahren 1842-1845. Zwischen dem Jahr 1333 und der Reformation war die Marienkirche ein katholisches Gotteshaus. Sie stand unter dem Patronat des Zisterzienserklosters, und der Gemeindepfarrer erfüllte gleichzeitig die Funktion eines Klosterkaplans und war Oberhaupt des städtischen Klerus. Nach der Verkündigung der Reformation im Jahr 1517 wurde die Marienkirche zu einem protestantischen Gotteshaus und blieb es bis zum Jahr 1945. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es große Veränderungen in der christlichen Gemeinde Koszalins. Nach vier Jahrhunderten wurde am 17. Juni 1945 von Franziskanermönchen wieder eine katholische Messe in der Marienkirche abgehalten. 
 
 
 

Orthodoxe Kirche

 
 
Orthodoxe Kirche
Kontakt:
Mickiewicza Str. 22, Koszalin
 
Das Bauwerk:
Die gotische Burgkirche wurde zur Jahrhundertwende vom 13. zum 14. Jahrhundert erbaut und wird gegenwärtig als ukrainisch-orthodoxe Kirche genutzt. Die Kirche wurde um 1300 erbaut, als Gotteshaus für die Nonnen des Zisterzienserordens, der seit 1278 in Koszalin ansässig war.  Die älteste schriftliche Erwähnung der Kirche stammt aus dem Jahr 1491. Die ehemalige Burgkirche liegt im nordöstlichen Teil der Stadt, in der Straße Adama Mickiewicza bei der alten Stadtmauer. Die Backsteinkirche  wurde als einschiffiges, rechteckiges Gebäude errichtet . Auf der westlichen Seite wurde später eine Empore hinzugefügt. Das ursprüngliche Presbyterium ist nicht erhalten geblieben. Die Kirche hat ein Giebeldach mit einem achthundert Jahre alten Turm. Das Kirchenschiff wird mit kleinen spitzbogigen Fenstern beleuchtet. Die südliche Wand ist mit Pfeilern verstärkt. An der sehenswerten östlichen Fassade ist der gotische Dachbogen sowie das gemauerte Fensterbrett erhalten. Nach der Reformation wurde die Kirche von den Nonnen verlassen und verfiel zur Ruine. In den Jahren 1602 bis 1609 wurde sie von Prinz Franz wiederaufgebaut und als Burgkirche genutzt. Während des Stadtbrandes von 1718 verbrannte auch die Kirche. 1818-1819 wurde sie wieder aufgebaut, im Jahr 1863 bekam die Kirche eine Orgel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die ehemalige Ordens- bzw. Burgkirche in eine orthodoxe Kirche umgewandelt.
 
 
 

Henkershaus

 
 
Henkershaus
Kontakt:
Grodzka Str. 3, Koszalin
 
Das Bauwerk:
Das Henkershaus stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist heute der Sitz des Sprechtheaters "Dialog". Es ist eine ehemalige Exekutionsstätte in der Grodzka Straße, in unmittelbarer Nähe des Parkes der Pommerschen Herzöge. Die gotische Fassade wurde während der Renovierungsarbeiten in den Jahren 1956-1958 freigelegt und stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Das mittelalterliche Koszalin hatte seit 1464 einen eigenen Henkersposten. Die Exekutionen der zum Tode Verurteilten fanden auf dem "Hügel der Gehängten" statt. In Koszalin wurde zuletzt 1893 ein Henker benötigt, der vormalige Henker und seine Familie lebten jedoch bis in die 1930er Jahre im Henkershaus. Nachdem das Henkershaus 1945 zerstört wurde, dauerte der Wiederaufbau bis 1956. Seit 1960 ist hier der Sitz des Theaters "Dialog".
 
 
 

Mietshaus in der Bogusława Str. II 15 

 
 
Mietshaus in der Boguslawa Str. II 15
Kontakt:
Bogusława II Str. 15, Koszalin
 
Das Bauwerk:
Das Wohnhaus aus dem 15. Jahrhundert, wird gegenwärtig als Hochzeitspalast genutzt, wurde im Mittelalter erbaut und während des großen Stadtbrandes im Jahr 1718 zerstört. Die ältesten gotischen Elemente, aus der Wende des 14. und 15. Jahrhunderts, sind in den Seitenwänden erhalten geblieben. Die Vorderfassade stammt vom Beginn des 18. Jahrhunderts. Im Inneren des Hauses ist eine  Maurerarbeit vom Beginn des 18. Jahrhunderts zu bestaunen. An der Wand im Erdgeschoß ist ein mamorner Grabstein angebracht, gestiftet von dem Zunftmeister Mateusz Engelbrecht und seiner Frau Maria von Plate. Der Grabstein zeigt eine bildliche Darstellung und die Insignien der Zunft sowie ein Monogramm. Ursprünglich befand sich der Grabstein in der Marienkirche. Während der Restaurierungsarbeiten in den Jahren 1969 bis 1972 wurde das Haus zum Regionalen Museum umgebaut. Bis 1980 diente es dem Regionalen Museum als Gebäude. Gegenwärtig wird es als Hochzeitspalast genutzt.
 
 
 

Mietshaus in der Chrobrego Str.

 
 
Miethaus in der Chrobrego
Kontakt:
Bolesława Chrobrego Str. 6, Koszalin
 
Das Bauwerk:
Neben der Kathedrale befindet sich auf der Seite des Kirchturmes ein Beispiel für die mittelalterliche Architektur Koszalins. Typisch für die mittelalterliche Stadt war ein zentraler Marktplatz mit der Hauptkirche, umgeben von kleinen Häusern um die Kirche herum. Die Wohnhäuser standen auf kleinen Grundstücken, die in engen Gassen angeordnet waren. Das erhaltene Fragment an der Vorderfassade zeugt vom mittelalterlichen Bau des Hauses. Im 18. Jahrhundert wurde das Haus umgebaut. Das gotische Portal ist jedoch erhalten geblieben. Gegenwärtig wird das Gebäude als Wohnhaus genutzt.
 
 
 

Stadtmauer

 
 
Mittelalteriche Defensive Mauer
Kontakt:
Anfang der Mickiewicza Str., Koszalin
 
Das Bauwerk:
Während der Periode von 1291-1350 wurde eine gotische Verteidigungsmauer mit einem Umfang von 1.600 m errichtet. Die Dicke der Mauern betrug am Fundament etwa 1,30 m; es wurden 46 Wachtürme und drei Stadttore an der Stadtmauer errichtet. Der höchste erhaltene  Mauerrest an der Marii Ludwiki Straße hat eine Höhe von 7 Metern, wohingegen die Mauerfragmente an der Kazimierza Wielkiego Straße nur eine Höhe von 2,5 m besitzen. Das längste Fragment der ehemaligen Stadtmauer, mit einer Länge von ca. 60 m, befindet sich zwischen den Straßen Mickiewicza und Młyńska. Das ursprüngliche Verteidigungssystem von Koszalin bestand aus einem Erdwall und einer hölzernen Palisade, die vom sumpfigem Land umgeben war. Die hölzerne  Anlage wurde 1291 durch die Stadtmauer ersetzt. Zwischen 1720 und 1731 wurde die Stadtmauer teilweise beschädigt. Die Stadtmauer wurde auf eine Höhe von 6 m abgetragen. Die Mauerreste wurden zum Wiederaufbau, der während des Stadtbrandes zerstörten Häuser, benutzt. Seit 1960 werden nach und nach alle noch erhaltenen Mauerreste restauriert.