Deutschland

 

Neubrandenburg

Adorantinnen Friedländer Tor
 
 
 

Marienkirche/Konzertkirche

 
 
Marienkirche
Kontakt:
STADTINFO Neubrandenburg
Stargarder Straße 17
17033 Neubrandenburg
Tel. 01805 170330 
(14 Cent/min)
Fax 0395 5667661
www.neubrandenburg-touristinfo.de
stadtinfo@neubrandenburg.de

Öffnungszeiten:
täglich

Führungen:
Deutsch, Englisch
 
Eintritt:
Erw:4,00 Euro
 
Das Bauwerk:
Mit dem Bau der Stadtkirche wurde bald nach der Stadtgründung 1248 begonnen. 1298 erfolgte die Weihe des Hauptaltars. Zum Beginn der Reformationszeit hatte die Kirche 39 Altäre. Aus dem 17. Jahrhundert sind Zerstörungen durch Blitzschlag und Feuer überliefert. 1832 bis 1841 erfolgte eine umfassende Sanierung durch den Baumeister F. W. Buttel. Der dreischiffige Hallenbau mit geradem Chorabschluss wurde 1945 erneut ein Opfer von Feuer. Nur die Außenwände und der Turmstumpf blieben erhalten. 1975 begann der Wiederaufbau der Kirche durch die Stadt mit dem Ziel der Nutzung als Konzertsaal. Nach Wiederherstellung der historischen Hülle und des Turmes und dem Einbau eines Konzertsaales nach modernsten architektonischen und akustischen Parametern fand 2001 das festliche Eröffnungskonzert statt. Im Turm befindet sich eine ständige Ausstellung zum Thema Backsteingotik. Architektonischer Höhepunkt der Kirche ist der Ostgiebel, der mit seinem vor der Giebelfläche freistehenden prachtvoll gegliederten Maßwerk und den Fialtürmen einen Höhepunkt der norddeutschen Backsteingotik dokumentiert und eine neue Bautradition im Backsteinland begründete.
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Johanniskirche und Franziskanerkloster

 
 
Johanniskirche und Franziskanerkloster
Kontakt:
STADTINFO Neubrandenburg
Stargarder Straße 17
17033 Neubrandenburg
Tel. 01805 170330 
(14 Cent/min)
Fax 0395 5667661
www.neubrandenburg-touristinfo.de
stadtinfo@neubrandenburg.de

Öffnungszeiten:
Di-Fr 10-18, Sa 10-16

Führungen:
Deutsch, Englisch
 
Nach der Stadtgründung 1248 kamen mit den ersten Siedlern auch Mönche des Ordens der Franziskaner nach Neubrandenburg und erbauten ihr Kloster am Nordrand der Stadt. Nach der Reformation 1552 war das Kloster Armenhaus. 1614 wurde das Dormitorium durch Brand vernichtet. Nach 1945 diente es verschiedensten Zwecken. 1979 beherbergte es nach erfolgter Sanierung das Standesamt. Seit 1996 wird das Refektorium, das älteste Gebäude der Stadt, mit dem Ziel einer musealen Nutzung saniert. Von besonderem Wert sind der gewölbte Kreuzgang und die  Refektoriumssäle mit Sterngewölben. Die Johanniskirche ist ursprünglich, zum Kloster gehörig, als kleine Feldsteinkirche erbaut. Nach Bränden im 14. Jahrhundert wurde sie durch ein größeres Schiff im Süden erweitert, mit Kreuzgewölben versehen und ein langer Chorraum angebaut. Dieser diente nach der Reformation als Speicher und stürzte im 19. Jahrhundert teilweise ein. Bei der Restaurierung der Kirche 1890-94 wurde er in der heutigen Form wieder hergestellt. Interessante Ausstattungsstücke sind der Barockaltar und die Renaissancekanzel.
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Mittelalterliche Wehranlage

 
 
Mittelalterliche Wehranlage
Kontakt:
STADTINFO Neubrandenburg
Stargarder Straße 17
17033 Neubrandenburg
Tel. 01805 170330 
(14 Cent/min)
Fax 0395 5667661
www.neubrandenburg-touristinfo.de
stadtinfo@neubrandenburg.de

 
Das Bauwerk:
Nachdem die Stadt anfangs mit einer Palisade und Wall geschützt war, gestattete um 1300  Heinrich von Mecklenburg den Bürgern, eine steinerne Wehranlage zu errichten. Es entstand eine kreisrunde Anlage mit rund 800 Metern Durchmesser, bestehend aus drei Wassergräben, zwei Erdwällen, der Stadtmauer, zwei Wehrtürmen, 55 Wiekhäusern und den fünf Ringstrassen. Die vier Tore bilden den Höhepunkt der Stadtbefestigung. Die gesamte Anlage ist noch fast vollständig erhalten und stellt im Detail wie auch in ihrer Komplexität ein einzigartiges Denkmal von internationaler Bedeutung dar. Die Stadtmauer, 2300 m lang und rund 7 m hoch ist meisterhaft aus Feldsteinen mit einer Krone aus Backstein gebaut. In sie wurden in regelmäßigen Abständen in Mauernischen 57 Wiekhäuser eingefügt, ursprünglich als Wehrbauten, später zu Fachwerkwohnhäusern umgebaut. Zwei Wiekhäuser sind im 14. Jahrhundert durch Wehrtürme ersetzt worden, von denen einer, der Fangelturm, noch zu besichtigen ist. Ein zweiter Turm am Ende der Turmstraße stürzte 1899 ein.
 
 
 

Stadttore

 
 
Friedländer Tor
 
Stargarder Tor
 
Treptower Tor
 
Neues Tor
Öffnungszeiten:
täglich

Führungen:
Deutsch, Englisch
 
Friedländer Tor
Dieses Tor, erbaut um 1300 im romanisch-gotischen Übergangsstil, ist das älteste der vier Stadttore. Es besteht aus dem stadtseitigen Haupttor und dem Vortor, die mit Zwingermauern verbunden sind. Dem Vortor vorgelagert, wurde im 16. Jh. ein halbrunder Zingel errichtet, so dass die Anlage eine Torburg von imposanten Ausmaßen bildet.
Im Tor sind eine Bildergalerie und ein Kaffee.


Stargarder Tor
Dieses wurde anfangs des 14. Jh. erbaut. An der Stadtseite befinden sich 9 lebensgroße Terrakottafiguren, deren Bedeutung nicht geklärt ist. Der reiche Schmuck, insbesondere der des Vortors, präsentiert neben der Wehrhaftigkeit noch mehr Bürgerstolz und Schönheitssinn der Bürger. Im Haupttor ist der originale mittelalterliche Dachstuhl zu sehen.



Treptower Tor
Mit 32 m Höhe ist dieses wohl das repräsentativste Tor. Es wurde zu Beginn des 15. Jh. fertiggestellt. Seit 1883 ist hier das städtische Museum beheimatet.


Neues Tor
Das Neue Tor wurde nachträglich im spätgotischen Stil errichtet. Von ihm ist nur noch das Haupttor erhalten, das heute Sitz der Fritz-Reuter-Gesellschaft ist. Stadtseitig befinden sich 8 der mysteriösen Terrakottafiguren.
 
 
 

Kapelle Sankt Georg

 
 
Kapelle St. Georg
Öffnungszeiten:
Auf Anfrage
(Tel: 0395/582 34 75)
 
Führungen:
Deutsch, Englisch
 
Das Bauwerk:
Der frühgotische, ungewölbte Backsteinbau entstand im 14. Jahrhundert vor den Toren der Stadt und besaß ursprünglich keinen Turm. Der heilige Georg - Beschützer der Kranken und Elenden - genoss in der Zeit der Kreuzfahrten hohe Verehrung. Nahe der Kapelle fanden oft die mit Aussatz zurück kehrenden Pilger Aufnahme und Pflege, wie auch später die Pestkranken. In den folgenden Jahrhunderten wurden die St. Georg umgebenen Häuschen als Hospital für Bürger der Stadt genutzt. Sakrale Plastiken der Georgs-Kapelle befinden sich heute im Regionalmuseum Neubrandenburg. Das Äußere der Kapelle ist horizontal gegliedert. Der Sockel ist aus Feldstein gemauert. Ca. 1 m über diesem läuft ein doppeltes deutsches Band, über eckgestellte normale Ziegel. Unter der Traufe zieht sich ein Fries aus Vierpässen. Zur horizontalen kommt eine senkrechte Gliederung durch Fenster und Blendnischen. Die Portale im Norden und Westen sind mehrmals abgetreppt. Die Bogenform ist leicht zum stumpfen Winkel geweitet. An der Westseite kann man eine Sonnenuhr entdecken.
 
 
 

Wiekhäuser

 
 
Wiekhaus
Führungen:
Deutsch, Englisch
 
Das Bauwerk:
Im Gegensatz zu anderen Stadtbefestigungen wurde in Neubrandenburg kein Wehrgang eingerichtet. Im Abstand von jeweils rund 30 m finden sich 3 bis 4 m eingelassene Vorsprünge, sogenannte Wieken. Diese dienten einst als Verteidigungspositionen und besaßen in den drei Außenmauern Schießscharten. Zwei Wieken wurden zu festen Türmen ausgebaut (Turmstraße und am Franziskanerkloster - heute Fangelturm). Östlich vom Bahnhofstor zeigen sich heute zwei Wieken in ursprünglicher Funktionalität. Auf Initiative des Museumsvereins wurde ein Wiekhausturm zu Beginn des 20. Jahrhunderts hergerichtet, der andere in den 80er Jahren. Die Wieken waren zur Stadtseite geöffnet und mit Spitzbögen überwölbt. Zum ersten Geschoss führte eine massive Treppe. Die anderen Etagen waren über Leitern zu erreichen. Nach dem 30jährigen Krieg verloren die Wieken ihre militärische Bedeutung und sind zum Großteil in Fachwerkwohnbauten umfunktioniert worden. Von den Wiekhäusern, ursprünglich gab es 56, sind in den letzten drei Jahrzehnten sehr viele rekonstruiert worden. Heute befinden sich in ihnen verschiedene, meist der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtungen.
 
 
 

Wall- und Wehranlage (Wälle und Stadtmauer)

 
 
Wall- und Wehranlage
Führungen:
Deutsch, Englisch
 
Das Bauwerk:
Zu den mittelalterlichen Wehrbauten gehört in Neubrandenburg eine fast kreisrunde Befestigung von ca. 2300 m Länge. Sie besteht aus Stadtmauer und vorgelagerten 60 bis 70 m breiten Wällen und Gräben. Ursprünglich besaß die Stadt lediglich vier Zugänge über die Tore. Das Bahnhofstor geht auf den Anschluss an die Friedrich- Franz-Eisenbahn von 1864 zurück. Ein Jahr zuvor war die Torsperre aufgehoben worden. Der Durchbruch in der großen Wollweberstraße und andere Durchgänge sind noch jünger. Bevor 1300 Heinrich der Löwe, der Mecklenburgische Herzog, den Bürgern die Errichtung einer Steinmauer genehmigte, bestand die Befestigung aus Erdwällen und einer Palisadenwand. Bis zum 30-jährigen Krieg bot die Stadtmauer sicheren Schutz vor Feinden. Danach verlor sie ihre militärische Bedeutung. Wälle und Gräben erhielten durch Pflanzenwuchs einen Waldzustand. Die fast vollständig erhaltene Stadtmauer, einmalig in Norddeutschland, wurde in Feldstein ausgeführt und besitzt eine Backsteinbekrönung, ist bis zu 7 m hoch und erreicht an manchen Stellen eine Mächtigkeit von 1,4 m.
 
 
 

Fangelturm

 
 
Fangelturm
Öffnungszeiten:
Auf Anfrage( Regionalmuseum)
 
Eintritt:
0,50 Euro
 
Das Bauwerk:
Um Angreifern gegenüber strategisch Höhe zu gewinnen, wurden bereits im 14. Jh., an besonders gefährdeten Stellen der Stadtmauer, zwei Wiekhäuser durch Türme ersetzt. Der eine Turm, der sich am Ende der Turmstraße befand, stürzte 1899 ein. Der andere Turm (Fangelturm) am Ende der Darrenstraße überstand die Jahrhunderte. Stadtseitig des Fangelturmes befindet sich in sechs Metern Höhe sein Eingang, welcher sicher durch eine Treppe zu erreichen war. Der untere Eingang ist erst später geschaffen worden. Das Verlies im Innern des Turmes diente noch bis ins 19. Jh. als städtisches Gefängnis. Die drei Geschosse sind mit Schießscharten versehen, die obere Plattform mit Zinnen bekränzt. 1848 wurde der Turm restauriert und mit Ornamentring, kegelförmiger Haube und Kreuzblume verziert.
 
 
 

Prämonstratenserkloster Broda

 
 
Prämostratenserkloster Broda
Öffnungszeiten:
Nach Anmeldung
Tel: 01805 170330 
(14 Cent/min)

Führungen:
Deutsch, Englisch
 
Das Bauwerk:
Von dem auf einem Hügel am Nordende des Tollensesees um 1230 errichteten. Prämonstratenserkloster Broda haben nur die kreuzrippengewölbten Keller des Ostflügels die Zeit überdauert. Ihre Existenz ist dem Umstand zu verdanken, dass man nach dem allmählichen Niedergang der Klostergebäude auf die Gewölbe im 18. Jh. einen Fachwerkbau stellte. Über die ursprüngliche Gestalt des Klosters liegen nur spärliche Informationen vor. Ein Wissenszuwachs über den genauen Baubeginn und die Ausdehnung der Anlage ist erst durch großflächige archäologische Untersuchungen zu erwarten. Unter dem barockzeitlichen Fachwerkbau gibt es massive Feldsteinfundamente, die in ihrer Rechteckform die Ausdehnung des Ostflügels aufzeigen. Zwischen den Fundamentmauern hatte man bei einer gravierenden Umbauphase in spätgotischer Zeit kreuzrippengewölbte Räume eingesetzt. Anhand der durchweg zu beobachtenden vierkantstabigen Rippensteine ist die Erschaffung der Raumstrukturen mit ihren beeindruckenden Wölbungen im 15. Jh. anzusetzen. Zur Begehbarkeit der einzelnen Räume setzte man in den Fundamentmauern Türen ein und legte eine backsteinerne Wendeltreppe an, die den Keller mit dem Erdgeschoss verband. Einzelne Besonderheiten wie ein Nischenschrank mit Ausschleifungen für die Holzböden oder aber die zwei Schlusssteinsetzungen aus Backstein über spitzbogigen Türdurchgängen runden das architektonische Bild der Kellerräume ab.
 
 

Literatur

 
 
 
  • Boll Franz (1875): Chronik der Vorderstadt Neubrandenburg
  • Krüger, Georg (Hrsg). ( 1929): Kunst- und 
    Geschichtsdenkmäler des Freistaates Meck.-Strelitz, Band I 
    Abt. III
  • Schmidt, Volker (1997): Neubrandenburg - 
    Ein historischer Führer
  • Voß, Rolf; Lasdin, Bernd (1999): Neubrandenburg - Ein Porträt.