Von üppigen Buchenwäldern und sanften Hügeln umgeben liegt die Stadt Bad Doberan nur wenige Kilometer von der Ostsee entfernt, ihr berühmter Ortsteil Heiligendamm, das erste Seebad Deutschlands, natürlich direkt am Meer. Das kleine Städtchen hat eine bemerkenswerte Geschichte: Die Bauten des Klosters, das Zisterziensermönche aus Amelungsborn im Weserbergland hier gründeten, prägen noch heute den Ort – allen voran das gewaltige Doberaner Münster.
Zeitgleich mit der Gründung des ersten deutschen Seebades in Heiligendamm Ende des 18. Jahrhunderts erkor Großherzog Friedrich Franz I. Doberan zu seiner Sommerresidenz. Bis heute findet sich hier eine Vielzahl beeindruckender klassizistischer Bauten.
Das Doberaner
Münster ist die Kirche des 1186 gegründenten Zisterzienserklosters, das sich im Mittelalter zum bedeutendsten Kloster Mecklenburgs entwickelte.
In der
Klosteranlage befinden sich zahlreiche beeindruckende backsteingotische Schätze, unter ihnen das Wirtschaftsgebäude, die Wolfscheune, das Kornhaus und das Beinhaus. Sie werden umrahmt von der 1,4 km langen, fast vollständig erhaltenen Ringmauer mit ihren vier Toren.
Das
Kornhaus – ein dreigeschossiger Backsteinbau – wurde um 1270 für Speicherzwecke errichtet. Heute wird das Haus u.a. als soziokulturelles Begegnungszentrum genutzt. Das urig eingerichtete Café lädt zu selbstgebackenem Kuchen ein. Mehr über das Kornhaus erfahren Sie
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Das Doberaner Münster ist das bedeutendste mittelalterliche Bauwerk in Mecklenburg-Vorpommern. Die Ausstattung ist sogar die bedeutendste aller Zisterzienserkirchen europaweit.
Die Vielzahl von
Führungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten spiegeln diesen kunst- und kulturhistorischen Reichtum wider. Die Münsterführungen, die mehrmals täglich angeboten werden, beinhalten unter anderem die Jahrhunderte alten Ausstattungsstücke Hochaltar (ab 1300), Kreuzaltar (um 1310), Marienleuchter (ab 1280), Chorgestühl (meist 14. Jh.), die Grablegen der mecklenburgischen Fürsten (13.-20. Jh.) etc. Weitere Informationen
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Tägliche
Sonderführungen zeigen dem Besucher Deckengewölbe, Turm und Glocken (mit Ostseeblick) oder das Münster, Kloster und Beinhaus, oder sie erläutern Bau, Baugeschichte, Architektur, Bautechniken und Materialverwendung. Weitere Sonderführungen gehen bei den bedeutendesten Ausstattungsstücken, auch in sonst nicht zugänglichen Bereichen, in die Tiefe, zeigen den ältesten Flügelaltar der Kunstgeschichte und weitere Altäre, zahlreiche Schnitzwerke des 14. Jh. oder die Grabmäler der 56 Mitglieder des Fürstenhauses, unter anderem der Königin Margarete von Dänemark (1282). Schließlich werden Führungen zum Leben der im Mittelalter so bedeutenden Zisterziensermönche, ihrem Leben, Tagesordnung, Kleidern und Nahrung angeboten, Führungen für Kinder und Schulklassen oder auch kombinierte Führungen mit Orgelkonzerten. Informationen zu Sonderführungen
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Interessantes jenseits der Backsteingotik...
Tel.: 038203 4150
Die dampfbetriebene Schmalspurbahn verbindet seit 1886 Bad Doberan mit der Ostseeküste.
Großherzogliches Palais
Das "Schloss Bad Doberans" wurde 1806 bis 1810 von Baumeister Carl Theodor Severin errichtet und diente als Wohnsitz der großherzoglichen Familie. Es gilt als klassizistischer Hauptbau Bad Doberans. Bemerkenswert ist der Ovale Saal mit seiner französischen Bildtapete, die die Liebesgeschichte von Amor und Psyche zeigt. Im Saal finden Konzerte und Lesungen statt.
Das Bauwerk ist heute der Verwaltungssitz des Landkreises Bad Doberan.
Adresse: August-Bebel-Str. 4, 18209 Bad Doberan
Tel.: 038203 62026
In Sichtweite zum Münster findet sich der bemerkenswerte, von G. L. Möckel zwischen 1886 und 1888 errichtete neogotische Bau.
Tel.: 038203 62325
Hier findet sich die letzte Wohn- und Arbeitsstätte des berühmten Autors von "Die Heiden von Kummerow".
Tel.: 038203 12404
Die beiden Pavillons auf dem "Kamp" im Herzen der Stadt stammen aus dem beginnenden 19. Jahrhundert und sind Zeugnisse der Chinoiserie Mecklenburgs.